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DIGITAL+
Prozessor auf einer Platine, vernetzt mit umliegenden Chip-Modulen — sinnbildlich für digitale Technologie im Betrieb.
Vom Hype zum messbaren Nutzen für KMU

Generative KI.

Lohnt sich generative KI für einen kleinen Betrieb wirklich — und ab wann rechnet sie sich? Wir entwickeln eine Methode, die das beantwortet, bevor investiert wird. Gemeinsam mit fünf Berliner Unternehmen.

01 · Worum es geht

Der Nutzen bleibt diffus — und gute Projekte unterbleiben

Gespräche mit Berliner KMU zeigen dasselbe Muster: fehlende Kapazitäten und fehlendes Fachwissen, ein Tagesgeschäft, das alles andere verdrängt, und die offene Frage, ob sich ein Digitalisierungsprojekt am Ende rechnet. Die in Großunternehmen üblichen Investitionsrechnungen sind dafür zu aufwändig. Die Folge: Der Nutzen bleibt diffus, und vielversprechende Vorhaben werden gar nicht erst angestoßen.

Wir entwickeln deshalb eine KMU-gerechte Methode, um den Digital ROI zu bestimmen — also ob und wie sich eine digitale Investition für den Betrieb rechnet. Sie macht den Nutzen vorab schätzbar und im Nachhinein bewertbar. Auf der Kostenseite rechnen wir mit den Total Cost of Ownership — den einmaligen und den laufenden Kosten zusammen.

Als Anwendungsbeispiel dient generative KI: die Technologie, mit der sich heute Texte, Bilder oder Entwürfe automatisch erstellen lassen. Sie ist das konkrete Feld, an dem wir die Methode erproben — nicht der Forschungsgegenstand selbst.

Laufzeit
03/2025 – 02/2027
Förderung
SenWEB · Projekt Zukunft
Praxispartner
Finetech GmbHToll Collect GmbH
02 · Wie wir vorgehen

Vier Schritte von der Idee zum Einsatz

Damit ein Betrieb nicht beim ersten Werkzeug-Test stehenbleibt, führen wir durch einen klaren Ablauf — von der ersten Idee bis zum dauerhaften Einsatz im Tagesgeschäft.

  1. 1

    Anwendungsfall finden

    Wo im Betrieb lohnt sich der Einsatz wirklich? Wir identifizieren passende Aufgaben in Kern- und Supportprozessen.

    Discovering
  2. 2

    Umfang klären

    Was genau soll das Werkzeug leisten, welche Daten braucht es, was kostet es? Aufwand und erwarteter Nutzen werden greifbar.

    Scoping
  3. 3

    Pilotieren

    Im kleinen, kontrollierten Rahmen ausprobieren — und am echten Arbeitsalltag messen, ob es trägt.

    Piloting
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    Ausweiten

    Was sich bewährt, wird in den Regelbetrieb überführt und auf weitere Prozesse übertragen.

    Scaling

Dazu entwickeln wir ein KI-gestütztes Werkzeug zur Use-Case-Identifikation: Es schlägt einem Betrieb passende Anwendungsfälle allein anhand von Branche und Mitarbeitendenzahl vor — und senkt so die Einstiegshürde für den ersten Schritt.

03 · Anwendungsbeispiele

Wo generative KI im Mittelstand ansetzt

  • Marketing

    Beiträge für Social Media

    Statt jeden Post von Hand zu texten, liefert KI Entwürfe als Ausgangspunkt — der Aufwand für laufende Kanäle sinkt spürbar.

  • Vertrieb

    Angebote schneller erstellen

    Mit Werkzeugen wie ChatGPT entstehen Angebotsentwürfe in einem Bruchteil der Zeit — die Fachkraft prüft und schärft, statt bei null zu beginnen.

  • Kundenservice

    Antworten auf Anfragen

    Wiederkehrende Kundenanfragen beantwortet die KI im Entwurf — passend zum eigenen Tonfall. Mitarbeitende prüfen, ergänzen und senden.

  • Verwaltung

    Protokolle und Zusammenfassungen

    Aus Besprechungsnotizen oder langen Dokumenten entstehen knappe Zusammenfassungen — Wissen wird schneller auffindbar.

04 · Ausblick

Wohin die Methode wächst

Wir erproben die Methode mit fünf Berliner Unternehmen in einer Workshop-Reihe — und schärfen sie mit jedem Durchlauf. Was sich dort bewährt, wird zur belastbaren Grundlage für die Frage, die am Anfang steht: Lohnt sich das?

In den nächsten Schritten wächst die Methode über generative KI hinaus — hin zu den Digitalisierungs-Themen, die den Mittelstand im Alltag beschäftigen.

Was wir herausfinden wollen

Wie lässt sich der Nutzen so beziffern, dass eine Geschäftsführung damit eine belastbare Investitionsentscheidung treffen kann — ohne den Apparat einer Großunternehmens-Rechnung?

Nächste Schritte
  • Q3 2026 Auswertung und Literaturrecherche, dazu zwölf Top-Themen wie ERP und CRM.
  • Q4 2026 Zweite Workshop-Reihe mit fünf KMU zu diesen zwölf Themen.
  • In Prüfung Ein einfacher Wirtschaftlichkeitsrechner direkt im Digitalisierungsnavigator.
Häufige Fragen

Was Betriebe uns oft fragen.

Kurz beantwortet — zum Digital ROI und zur Arbeit mit generativer KI.

  • Was ist der Digital ROI — und warum brauchen KMU ihn?

    Der Digital ROI ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung einer digitalen Investition. In Großunternehmen ist sie Standard, für kleine und mittlere Betriebe aber zu aufwändig. Wir entwickeln eine vereinfachte Methode, die den Nutzen eines Digitalisierungsvorhabens vorab schätzbar und im Nachhinein bewertbar macht — inklusive aller einmaligen und laufenden Kosten (Total Cost of Ownership).

  • Wofür eignet sich generative KI in einem kleinen Betrieb konkret?

    Die belegten Einstiegspunkte liegen im Marketing (Entwürfe für Social-Media-Beiträge) und im Vertrieb (schnellere Angebotserstellung mit Werkzeugen wie ChatGPT). Weitere typische Felder erproben wir in Kundenservice und Verwaltung. Wir messen dabei jeweils, ob und wie stark sich der Aufwand tatsächlich lohnt.

  • Wie läuft die Arbeit im Forschungsprojekt ab?

    In vier Schritten: den Anwendungsfall finden, Aufwand und Nutzen abschätzen (Scoping), im kleinen Rahmen erproben (Pilot) und Bewährtes auf weitere Prozesse ausweiten (Scaling). Die Workshop-Reihe läuft mit fünf Berliner Unternehmen.

  • Muss ich Vorerfahrung mit KI mitbringen?

    Nein. Die Methode ist bewusst ohne technisches Vorwissen zugänglich. Ein KI-gestütztes Werkzeug schlägt passende Anwendungsfälle allein anhand von Branche und Mitarbeitendenzahl vor — das senkt die Hürde für den ersten Schritt.

  • Wer steht hinter der Forschung zu generativer KI bei DIGITAL+?

    Die Methodik entsteht in der KI-Werkstatt der HTW Berlin. Das Projekt DIGITAL+ III läuft von März 2025 bis Februar 2027 und wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen von Projekt Zukunft gefördert. Die Projektleitung hat Prof. Dr.-Ing. Jacek Zawisza.

Sie wollen wissen, ob sich KI für Ihren Betrieb rechnet?

Wir teilen unsere Methode und Beispielrechnungen — und freuen uns über Betriebe, die mit uns rechnen wollen.

Kontakt aufnehmen

KI-Werkstatt der HTW Berlin

Die Methodik entsteht in der KI-Werkstatt der HTW Berlin. Dort finden Sie laufende Projekte und weiterführende Informationen.

kiwerkstatt.f2.htw-berlin.de